die Bewohner der White Horse Ranch

JOYCE  MOSKITÒ

Rasse: ungarisches WB lt. Österreich / Halbblut lt. Ungarn
Spitzname:  Joyci,  Zicke, Kampfgelse, Putschiknutsch, Manschetten - Lilli, Puppe
Größe: ca. 1, 75 m aufwärts
Farbe: Fliegenschimmel
Lieblingssport: war Springen und Rennen - bis zum Umfallen - jetzt Vorruhestand
 

Ich heiße Joyce und komme ursprünglich  aus Ungarn – ich wurde dort am  2.3.1999 geboren. Ich genoss eine tolle Ausbildung. Mein damaliges Frauli hatte Angst mit mir ins Gelände zu gehen, deshalb konzentrierten wir uns überwiegend auf das Dressur-  und Springreiten.  Ich verbrachte die meiste Zeit in meiner Box, in der Halle oder im Viereck und auf Turniere.  Dann bekam mein Frauli ein Kind und hatte keine Zeit mehr für mich - so wurde ich an einen privaten  Pferdehändler verkauft und wartete……..

Eines  Abends  kam eine junge Frau vorbei und wollte mich im Gelände  Probereiten.  Ich war so froh, dass ich endlich raus durfte.  Ich konnte es kaum glauben, als ich hörte, dass mich diese Frau kaufen wollte.  Ein paar Wochen später sah ich mein neues Frauli wieder. Leider  meinte sie, dass ich mich beim Probereiten ganz anders bewegt hatte.   Als mein Frauli einen Ultraschall machen ließ, kam mein Geheimnis ans Tageslicht - Fesselträgerlässion! Zum Glück hatte mein Frauli  die richtige Entscheidung getroffen – sie hatte keine Kosten und Mühen gescheut und deshalb kann ich heute wieder ohne Schmerzen laufen.  Nebenbei hat sie für mich noch einen geeigneten Platz zum Erholen  gesucht und gefunden. Sie steigerte langsam meine Kondition und  ging mit mir regelmäßig ins Gelände. Es war großartig so viele neue Sachen zu sehen und ich konnte mal wieder so richtig  rennen. Im ,,Gas geben"  war ich unschlagbar und das Frauli hat sich immer ganz gut auf mir gehalten. Ein paar Mal stürzten wir gemeinsam, da das Abbremsen nicht so gut klappte. Frauli war eine Zeit lang etwas skeptisch und recherchierte über meine Vorfahren und da kam heraus, dass ich von Springpferden und Rennpferden abstammte - sie meinte damals nur ,,das erklärt Einiges, du verrückte Nudl"!

Aber das Schönste ist, dass ich endlich wieder jemanden habe, der auf mich achtet, mit dem ich kuscheln kann und der mich nicht aufgegeben hat, denn ich glaube, das ist nicht selbstverständlich, wenn man bedenkt, was das Frauli alles mit mir mitgemacht hat. Ich habe oft wirklich Probleme mein Temperament in Zaum zu halten und mache es meinem Frauli oft nicht einfach - aber unabsichtlich. Mein Frauli ging früher überwiegend  mit mir ins Gelände ausreiten - heute machen wir fast nur mehr Bodenarbeit, Zirkuslektionen und Dressurreiten, dabei fühle ich mich wohler und wir haben beide Spaß. Ich hab das Gefühl mein Frauli weiß manchmal schon wenn sie mich ansieht, was mit mir los ist, wie ich mich fühle und was wir dann arbeiten.

 

 

 

 

BENITA

Rasse: Andalusier  ( barocker Typ )
Spitzname:  Plüschpüppi, Püppi, Knopfaugi, Prinzessinnenpferd
Größe: 1, 55 m
Farbe: Apfelschimmel
Lieblingssport:  im Gelände reiten, Bergsteigen, Parcours reiten
 

Mein Name ist Benita und ich wurde in Deutschland am 1.1.2001 geboren.  Bei einem  meiner letzten Aufenthaltsorte in Deutschland erging es mir sehr schlecht. Ich stand bis zum Bauch in Dreck und konnte auch nicht mehr gehen, da meine Hufe einige Zeit lang keinen Hufschmied sahen. Eine nette Frau und ein Mann aus Österreich holten mich aus diesem Alptraum raus und brachten mich in meine jetzige Heimat.  

Dort  fand ich meine  neue Familie.  Ich weiß nicht genau was mein Frauli dazu bewegt hat, mich mitzunehmen, denn ich war nicht wirklich ein umwerfender Anblick . Mein Fell hatte keinen Glanz und ich hatte herausstehende  Rippen und einen  humpelnden Gang  - aber sie riskierte es und seitdem darf ich meine Zeit auf diesen wunderschönen Platz  verbringen.  Außerdem hat man mir ein paar Grundregeln beigebracht  – ich wusste vorher nicht, dass man nicht durch Zäune gehen darf und anscheinend sind Menschenfüße zarter – hier muss man aufpassen, dass man nicht daraufsteigt. Meine Familie zeigt mir ständig neue Gegenstände, damit ich keine Angst vor ihnen habe. 

Bezüglich ,,geritten werden“, durfte ich alles von Anfang an lernen  - Schritt für Schritt war die Devise und das bewertete sich sehr gut. Ich glaub, ich fand das Zureiten  lustiger, als das kleine Frauli. Sagen wir so, wir hatten am Anfang Meinungsverschiedenheiten - mittlerweile bin ich sehr froh, wenn jemand auf mir reitet -wir haben uns richtig zusammengerauft. Am liebsten geh ich ins Gelände ausreiten und wenn ich einen großen Hügel sehe, schlägt mein Pferdeherz höher - so steil kann es gar nicht sein, dass ich nicht raufkomme. Da muss sich das kleine Frauli dann immer gut anhalten. Ich bin aber auch für gemütliche Ausritte zu haben - das genießt mein Frauli genauso wie ich. Außerdem habe ich schon an Bewerbe beim Orientierungsreiten teilgenommen - das macht wirklich Spaß.  

 

 

 

 

MARINERO RAYO

Rasse: Andalusier ( Sporttyp)
Spitzname:  Burli, Burtschi,  Seemann, Der Spanier, Teufel ( beim Fressen)
Größe: 1,65 m
Farbe: Grauschimmel
Lieblingssport:  stundenlang im Gelände laufen
 

Mein Name ist Marinero und ich wurde 2007 in Spanien geboren. Es war im Sommer 2013 als ich meinem jetzigen Frauli das erste Mal über den Weg lief. Sie kam nach Katalonien, um einen 130 km langen Trail zu reiten. Am ersten Tag  wurden die Pferde, den Reitern zugeteilt. Mein Frauli stand damals bei meinem Freund Carinyoso ( Pferd )  und streichelte ihn. Als er sich umdrehte, erblickte sie mich. Mein Frauli erzählt immer, es sei ein magischer Moment gewesen - denn sie wusste sofort, dass ICH zu IHR gehörte. Und wie der Zufall so will, wurde ausgerechnet ich ihr für den Trail zugeteilt. Schon am ersten Tag überlegte mein Frauli, wie man ein Pferd von Spanien nach Österreich bekommt. Die Woche verging leider viel zu schnell,  aber  an Action fehlte es uns nicht - es war für mein Frauli ein unvergesslicher Urlaub. Am letzten Tag sah sie sehr traurig aus - sie sagte zwar, dass sie wieder kommen würde, aber so ganz glaubte ich ihr  nicht. Die Zweibeiner erzählen ja viel, wenn der Tag lang ist ;-)

Eines morgens im November, als ich gerade mit dem Fressen beschäftigt war, roch ich einen vertrauten Geruch und als ich zur Straße blickte, sah ich SIE - sie war wirklich zurückgekommen. Aber sie ging weiter  -  zugegeben bei einer Herde von 60 Pferden, ist das wohl nicht so leicht für die Zweibeiner, ein bestimmtes Pferd zu finden. Ich wieherte ganz laut und hüpfte auf und ab und dann erblickte sie mich, rannte zu mir runter und umarmte mich. Wir ritten einen ganzen Tag an die schönsten Plätze - am nächsten Tag musste sie wieder heimfliegen. Bei der Verabschiedung, erzählte sie mir, dass ich Österreicher werde und lächelte dabei. Ich verstand es aber nicht - was bitte ist ein Österreicher?

Nach ein paar Monaten stand auf einmal ein riesen großer LKW vor unserem Haus - es befanden sich 10 Pferde darin. Ich musste natürlich gleich hineinmarschieren um zu sehen, was da los ist. Die Pferde im LKW erzählten mir alle das Gleiche - nämlich dass ein neues Zuhause auf sie wartet. Da fragte ich mich - vielleicht ist das dieses Österreich?!  Nach fast 2.000 km und einer Übernachtung in  einem sehr netten Stall in Deutschland, kam ich endlich in Österreich an. Erster Eindruck - es war kalt. Zweiter Eindruck - der vertraute Geruch und diese Stimme! Mein Frauli ! Sie freute sich sehr und war sichtlich erleichtert, dass mich die Transportfirma so gut in die neue Heimat gebracht hatte. Ich war  die ganze Fahrt über  total entspannt  und machte den Fahrern überhaupt keine Probleme - ein Spanier hat schließlich Manieren.

Mein neues Frauli & ich gingen zu meinem neuen Stall, wo mich auch gleich 2 weiße Schönheiten in Empfang nahmen. Ich hatte ja schon ewig keine Stuten mehr gesehen, der Anblick war toll. ABER  am meisten faszinierte mich  das GRAS - es war überall! Meine neue Familie bemühte sich wirklich sehr, dass ich mich wohlfühlte und so lebte ich mich auch schnell in mein neues Zuhause ein.

Die 2 Stuten sind  sehr interessant - die Große hält mir oft den Hintern hin und die Kleine will Fangen spielen wenn ich zum Heu gehe. Ich mach dann einfach immer mit und wenn ich grad meine ,,narrischen 5 Minuten" habe und in der Gegend herumspringe, schauen die Zwei kurz zu und probieren es aber dann auch aus. Wir verstehen uns.

 

Marinero & meine Geschichte klingt nicht nur wie im Märchen - es war auch so :-)  nur mit einem Unterschied: unser Märchen ging in Erfüllung! Leute wenn ihr das Glück habt, jemals so einen magischen Moment zu erleben, wo ihr es einfach wisst - dann greift zu und lasst euch nicht davon abbringen, es zu verwirklichen!!! Obwohl der Anfang für mich persönlich schon eine emotionale Achterbahnfahrt war - weil ich den Winter abwarten musste, bis Mari endlich einreisen konnte - würde ich es wieder so machen!

Ich möchte mich auf diesem Weg auch gleich bedanken:

  • Danke an meine Familie und meinen Schatz - sehr tapfer, dass ihr mich die letzten Woche vor seiner Anreise ausgehalten habt
  • Danke an Rudi Stolz von Panorama Trails, dass er mir Marinero anvertraut
  • Danke an Horse Service für den tollen Transport von Spanien nach Österreich
  • Und ganz liebes und großes Dankeschön an Daniela von Panorama Trails, ohne dich hätte es nicht funktioniert! Ich habe jetzt nicht nur ein weiteres tolles Pferd Zuhause stehen, sondern auch eine liebe Freundin gewonnen!

 

Rasse: ungarisches Halbblut
Spitzname:  Joyci,  Zicke, Kampfgelse, Putschiknutsch, ung. Prinzessin
Größe: ca. 1, 75 m
Farbe: Fliegenschimmel
Lieblingssport: Springen und Rennen
Lieblingsessen: Mash mit Mango und Bananen


Mehr Infos: https://www.whitehorseranch-weinviertel.com/die-bewohner-der-white-horse-ranch2/

 

 

 

 

 

Mr. Catsby

Rasse: Straßentiger
Spitzname: Kater, Katerby, Mauzer, Caterby
Größe: 30 cm
Frabe: getigert
Lieblingssport: die Vogel und Mäusejagd

 


Mr. Catsby tigerte bis vor kurzem durch die Straßen. Doris - eine Freundin -  sah den Kater immer öfters, als sie ihre Eltern besuchte und es hatte den Anschein, als ob er keinen Besitzer hat. Es wurden Zettel verteilt, der Kater wurde auf FB gepostet und im Tierheim nachgefragt, aber es meldete sich niemand. Die Mutter von Doris wollte ihn dann zu sich nehmen, doch leider hatte die bereits vorhandene Katze Angst vor Mr. Catsby. Das Tierheim Krems konnte ihn leider auch nicht aufnehmen, da es an freie Plätze mangelte.

So übersiedelte der Kater auf die White Horse Ranch. Etwas abgemagert war er - aber das änderte sich bald. Nach ein paar Tierarztbesuchen war er seine Milben los und sein Fell bekam einen schönen Glanz.  Der verspielte und vor allem verschmuste Kater lebte sich innerhalb weniger Tage bei uns ein.

Ich staune immer wieder, wie schnell sich Tiere an eine neue Situation gewöhnen. Wir hatten Angst, dass er vielleicht bei uns auch zu streunen beginnt und ihm ein Auto oder Jäger zum Verhängnis wird, aber Mr. Catsby weiß ganz genau wo sein 4 ha großes Areal anfängt und aufhört. Ab und zu liegt er auf der Nachbarswiese oder macht einmal einen kleinen Abstecher zum angrenzenden Weinkeller der Fam. Kraft - aber das war es dann auch schon mit dem Herumtreiben. Pünktlich in der Früh und am Abend steht er da und mauzt in der Gegend herum.... ,,Hallo - gibt es leicht schon Futter???" Er befreit den Stall von Mäusen und hin und wieder landet auch mal ein Vogel in seinem Maul - Katze eben. Wir sind sehr glücklich, dass Doris so engeriert war und der Kater zu uns fand. Außerdem habe ich jeden Morgen etwas zum Lachen, wenn unser Hund und Mr. Catsby nachlaufen spielen.... meistens verfolgt aber der Kater den Hund *lol* .... Mr. Catsby - ein wirklich einzigartiger Kater!